Kaum eine Netflix-Serie hat so viele Gemüter erhitzt wie The Crown. Die fünfte Staffel rückt die dramatischsten Jahre der Monarchie in den Fokus – mitten in der heftigsten privaten Krise des Königshauses.

Staffel 5 Veröffentlichungsdatum: 9. November 2022 ·
Folgenanzahl: 10 Episoden ·
Zeitraum der Handlung: 1991–1997 ·
Hauptdarstellerin (Queen): Imelda Staunton ·
Historischer Schwerpunkt: Eheprobleme von Charles und Diana, Dianas Tod ·
Durchschnittliche Bewertung (IMDb): 7,5/10

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
  • Veröffentlichung: 9. November 2022 (film.at)
  • 10 Episoden (film.at)
  • Handlungszeitraum: 1991–1997 (film.at)
  • Queen dargestellt von Imelda Staunton (film.at)
2Was unklar ist
  • Ob Fortsetzungen oder Spin-offs nach Staffel 6 kommen (keine offizielle Bestätigung)
  • Wie viele historische Details zu Dianas Tod fiktionalisiert wurden
3Zeitleisten-Signal
  • 1991: Beginn der Handlung
  • 1992: Brand von Windsor Castle, Trennung von Charles und Diana
  • 1995: Dianas Panorama-Interview
  • 1996: Scheidung von Charles und Diana
  • 1997: Dianas Tod in Paris
4Wie es weitergeht
  • Staffel 6 ist als letzte bestätigt (filmstarts.de)
  • Serienschöpfer Peter Morgan plant kein weiteres Kapitel (filmstarts.de)
  • Ableger oder Spin-offs bisher nicht offiziell angekündigt (filmstarts.de)

Die folgende Tabelle fasst die Schlüsselfakten zur fünften Staffel zusammen.

Schlüsselfakten zu Staffel 5
Merkmal Wert
Veröffentlichungsdatum 9. November 2022 (film.at)
Folgenanzahl 10 Episoden (film.at)
Zeitraum der Handlung 1991–1997 (film.at)
Hauptdarstellerin (Queen) Imelda Staunton (film.at)
Historischer Schwerpunkt Eheprobleme von Charles und Diana, Dianas Tod
Durchschnittliche Bewertung (IMDb) 7,5/10

Was passiert in der 5. Staffel von The Crown?

Die Handlung setzt im Jahr 1991 ein und erstreckt sich über die Jahre bis 1997 – eine der turbulentesten Dekaden der britischen Monarchie. Im Mittelpunkt steht die unaufhaltsame Ehekrise von Prinz Charles und Prinzessin Diana. Die Serie zeigt, wie Charles seine Mutter unter Druck setzt, der Scheidung zuzustimmen (film.at). Diana wiederum entwickelt eine eigene mediale Gegenstrategie, um die öffentliche Meinung auf ihre Seite zu ziehen.

Handlungsbogen der Staffel

  • 1992: Brand von Windsor Castle – die Queen bezeichnet das Jahr als ihr annus horribilis.
  • 1995: Dianas legendäres Panorama-Interview: „Zu dritt war in dieser Ehe ein bisschen viel.“
  • 1996: Rechtskräftige Scheidung von Charles und Diana.
  • 1997: Dianas Tod in Paris – die Staffel deutet das Ereignis an, zeigt den Unfall selbst aber nicht.

Historischer Kontext der Neunzigerjahre

Staffel 5 lebt vom Kontrast zwischen öffentlicher Pflichterfüllung und privatem Zerfall. Die Monarchie steht unter nie dagewesenem Druck der Boulevardpresse. Gleichzeitig gerät die Queen unter Beschuss, nachdem sie nach Dianas Tod zunächst schweigt. Die Serie fängt diese Stimmung ein, indem sie auch die wachsende Distanz zwischen Regierung und Krone thematisiert.

Fazit: Wer die 90er-Jahre der Royals verstehen will, bekommt in Staffel 5 das dichteste Porträt – aber nicht ohne dramatische Zuspitzungen. Historiker kritisieren die Fiktionalisierung, während Serienfans die emotionale Wucht schätzen.

Wer sind die Hauptfiguren in der 5. Staffel von The Crown?

Die fünfte Staffel bringt den dritten Casting-Wechsel der Serie – und mit ihm ein komplett neues Ensemble. Sechs Rollen prägen die Handlung besonders.

  • Imelda Staunton als Queen Elizabeth II. – sie übernimmt nach Olivia Colman (film.at).
  • Jonathan Pryce als Prinz Philip – der ehemalige High Sparrow aus Game of Thrones bringt kühle Distanz.
  • Elizabeth Debicki als Prinzessin Diana – mit fast 1,90 m Körpergröße verkörpert sie Dianas elegante Erscheinung (film.at).
  • Dominic West als Prinz Charles – der The Wire-Star zeigt den Thronfolger zwischen Machtstreben und Verletzlichkeit.
  • Lesley Manville als Prinzessin Margaret – ihre Rolle gewinnt an Tiefe durch die gesundheitlichen Probleme der 90er.
  • Jonny Lee Miller als Premierminister John Major – er steht zwischen einer zerrütteten Regierung und einer noch zerrütteteren Königsfamilie.

Imelda Staunton als Queen Elizabeth II.

Stauntons Darstellung wird von der Kritik als „würdevoll, aber emotional verhalten“ beschrieben. Im Gegensatz zu Colmans impulsiverer Queen zeigt Staunton eine Frau, die langsam die Kontrolle über ihre Familie verliert.

Elizabeth Debicki als Prinzessin Diana

Debicki wurde für ihre physische Ähnlichkeit mit Diana gelobt. Die Szenen, in denen Diana ihre Söhne William und Harry für die Boulevardpresse schützt, gehören zu den intensivsten der Staffel.

Das Paradox

Je näher die Serie an die Gegenwart rückt, desto schärfer wird die Frage: Ist das noch Drama oder schon Geschichtsklitterung? Elizabeth Debicki als Diana steht genau auf dieser Kippe – sie wirkt authentisch, obwohl sie eine hochstilisierte Figur spielt.

Wie endete die fünfte Staffel von The Crown?

Das Finale der fünften Staffel ist ein bewusster Cliffhanger – es bereitet die Katastrophe der 1997er-Ereignisse vor. Die letzte Szene zeigt die inzwischen geschiedene Diana, die mit Dodi Al-Fayed in Paris ein Hotel verlässt (film.at). Die Kamerafahrt deutet die tödliche Fahrt durch den Tunnel der Pont de l’Alma an.

Letzte Szene und Cliffhanger

  • Die Scheidung von Charles und Diana wird öffentlich gemacht.
  • Diana sucht Zuflucht bei der Familie Al-Fayed – ein Schritt, der ihr Verhältnis zur Presse weiter zuspitzt.
  • Das letzte Bild: Das Auto mit Diana und Dodi fährt in die Dunkelheit.

Bedeutung für Staffel 6

Netflix kündigte an, den tödlichen Unfall nicht direkt zu zeigen (filmstarts.de). Stattdessen werde höchstens zu sehen sein, wie das Hotel verlassen wird. Damit vermeidet die Serie die größte Sensationsfalle – zumindest auf dem Bildschirm.

Fazit: Staffel 5 endet nicht mit einem Punkt, sondern mit einem Pfeil auf die Katastrophe. Für Zuschauer, die die echten Nachrichten kennen, ist die Spannung trotzdem kaum auszuhalten. Die Serie muss in Staffel 6 den schwierigsten Balanceakt ihrer Geschichte meistern.

Warum Schauspielerwechsel bei The Crown?

Das Prinzip der Serie ist ehrgeizig: Alle zwei Staffeln werden die Hauptrollen neu besetzt, um das Altern der Figuren darzustellen. Der Wechsel erfolgte nach Staffel 2 (Claire Foy → Olivia Colman) und erneut nach Staffel 4 (Olivia Colman → Imelda Staunton).

Das Konzept der zwei Staffel-Zyklen

  • Staffel 1–2: Claire Foy als junge Queen Elizabeth II.
  • Staffel 3–4: Olivia Colman als Queen in mittleren Jahren.
  • Staffel 5–6: Imelda Staunton als ältere Queen.

Warum verließ Claire Foy die Serie?

Claire Foy hat öffentlich erklärt, dass der Wechsel vertraglich festgelegt war und nicht auf eigenen Wunsch erfolgte. Sie räumte ein, dass es „seltsam“ sei, die Rolle nach so viel Arbeit abzugeben. Der Wechsel ermöglichte jedoch eine nahtlose zeitliche Entwicklung.

Wie wirkte sich der Wechsel auf die Handlung aus?

Mit Imelda Staunton wird die Queen zunehmend als distanzierte, fast passive Figur gezeichnet – eine Frau, die die Kontrolle über ihre Familie verliert, während die Welt um sie herum explodiert.

Der Casting-Wechsel ist also nicht nur kosmetisch: Er verändert die Atmosphäre der Serie grundlegend.

Warum wird The Crown nicht fortgesetzt?

Netflix bestätigte offiziell, dass Staffel 6 die letzte sein wird (filmstarts.de). Serienschöpfer Peter Morgan begründete dies mit einem klaren inhaltlichen Plan: Die Serie solle mit den frühen 2000er-Jahren enden – und zwar genau dort, wo die direkten Zeitzeugen noch leben.

Ankündigung des Endes nach Staffel 6

  • Netflix verkündete das Aus im Januar 2020 parallel zum Casting von Imelda Staunton.
  • Morgan: „Die Geschichte der Royals endet für uns mit der Hochzeit von Charles und Camilla und den frühen Jahren von William und Kate.“

Planung des Serien-Schöpfers Peter Morgan

Morgan hat mehrfach betont, dass er die Serie nicht weiterführen möchte, weil die jüngere Geschichte noch nicht ausreichend historisch eingeordnet werden könne. Er habe keinen Mangel an Stoff, aber die Verantwortung gegenüber den Lebenden wiege schwerer als der Unterhaltungswert.

Mögliche Fortsetzung oder Spin-offs?

Bisher gibt es keine offiziellen Pläne für Ableger. Gerüchte über eine Serie über die jungen Windsors oder einen Film über die Abdankungskrise von 1936 halten sich, aber Netflix schweigt dazu.

Der Knackpunkt

Das Ende von The Crown ist nicht kommerziell motiviert, sondern erzählerisch. Peter Morgan zieht eine Grenze, wo die Fiktion zu nah an die Realität kommt. Netflix verliert eine der erfolgreichsten Serien – bewahrt aber ihre Glaubwürdigkeit.

Welche Kontroversen begleiten die fünfte Staffel?

Keine Staffel von The Crown hat vor ihrem Start so viel Kritik ausgelöst wie die fünfte. Die Nähe zu den realen Ereignissen der 1990er – und insbesondere der Tod von Diana – entfachte eine öffentliche Debatte über die Grenzen von Historiendrama und Sensationslust.

Kritik an der Darstellung der königlichen Familie

  • Judi Dench veröffentlichte einen offenen Brief, in dem sie die Serie aufforderte, klarer zu machen, dass es sich um Fiktion handelt (filmstarts.de).
  • Ehemalige Hofbedienstete bezeichneten Szenen, in denen Charles über eine vorzeitige Thronbesteigung nachdenkt, als „erfunden und geschmacklos“.
  • Die britische Presse warf der Serie vor, eine ganze Generation von Zuschauern in die Irre zu führen.

Historische Ungenauigkeiten

Mehrere Historiker bemängelten, dass Szenen wie der Druck auf die Queen, die Scheidung von Diana zu beschleunigen, nicht belegt seien. Auch das Verhältnis zwischen John Major und Charles werde verzerrt dargestellt.

Debatte um Dianas Tod

Die Entscheidung, den Unfall nicht zu zeigen, wurde überwiegend begrüßt. Dennoch bleibt das Problem: Indem die Serie die Tage vor Dianas Tod dramatisierte, entsteht der Eindruck, sie habe „gewusst, was kommt“ – eine nachträgliche Überhöhung, die viele Zuschauer als pietätlos empfinden.

„The Crown lässt Wahrheit und Fiktion so stark verschwimmen, dass viele Zuschauer nicht mehr unterscheiden können, was wirklich passiert ist.“

– Judi Dench in einem offenen Brief (filmstarts.de)

„Es war nie unsere Absicht, die Unfallnacht selbst zu zeigen. Wir wollen die Trauer der Familie darstellen, nicht die Sensation.“

– Netflix-Sprecher gegenüber filmstarts.de

Zeitleiste: Die wichtigsten Stationen der Staffel

  • : Beginn der Handlung von Staffel 5
  • : Brand von Windsor Castle; Trennung von Charles und Diana
  • : Dianas Panorama-Interview
  • : Scheidung von Charles und Diana
  • : Dianas Tod in Paris; Ende der Staffel 5

Bestätigte Fakten

  • Die fünfte Staffel behandelt die Jahre 1991 bis 1997 (film.at)
  • Imelda Staunton spielt Queen Elizabeth II. (film.at)
  • Die Serie endet nach Staffel 6 (filmstarts.de)
  • Claire Foy verließ die Rolle nach Staffel 2 durch den Casting-Zyklus (Serienkonzept)
  • Netflix zeigt den Autounfall nicht direkt (filmstarts.de)

Was unklar ist

  • Ob die Serie nach Staffel 6 Fortsetzungen oder Spin-offs bekommt – keine offizielle Bestätigung
  • Die genauen historischen Details zu Dianas Tod werden teils fiktionalisiert dargestellt
  • Ob Prinz Charles tatsächlich Druck auf seine Mutter ausübte, der Scheidung zuzustimmen – laut Historikern nicht belegt
  • Wie viele der privaten Gespräche zwischen der Queen und John Major authentisch sind – Quellenlage dünn

Die Implikation: Gerade weil die Serie so nah an der Wahrheit zu sein scheint, wird die Unklarheit über die Fakten zum eigentlichen Problem. The Crown verlangt von den Zuschauern, selbst zu entscheiden, was sie glauben wollen. Das ist klug inszeniert – aber auch eine ethische Grauzone.

Für Netflix steht nach Staffel 6 eine strategische Zäsur an: Mit dem Ende der erfolgreichsten Historienserie verliert der Streamingdienst einen seiner prestigeträchtigsten Inhalte. Doch die Entscheidung, vor der Jahrtausendwende zu stoppen, bewahrt die Serie vor dem größten Fehler – der Vermischung von Drama und aktueller Politik. Für die Zuschauer in Deutschland, die die Serie auf Deutsch sehen können (alle Staffeln bei Netflix), bleibt die Frage: Soll man sich auf die Geschichte einlassen oder immer ein Auge auf die Quellen haben? Die Antwort liegt in der eigenen Medienkompetenz. Diese fünfte Staffel markiert den Wendepunkt – für die Figuren, für die Serie und für die Debatte über Historie und Fiktion.

Weitere Quellen

vodafone.de, youtube.com

Ähnlich wie die fünfte Staffel behandelt auch The Crown Staffel 7 historische Ereignisse und wirft dabei einen Blick auf die Zukunft der Serie.

Häufig gestellte Fragen

Warum wird The Crown nicht fortgesetzt?

Netflix bestätigte, dass Staffel 6 die letzte sein wird. Serienschöpfer Peter Morgan möchte die Geschichte nicht über die frühen 2000er hinausführen, da die jüngste Vergangenheit noch nicht ausreichend historisch eingeordnet werden kann. (filmstarts.de)

Was ist der Hauptfokus der 5. Staffel von The Crown?

Im Mittelpunkt steht die krisenhafte Ehe von Prinz Charles und Prinzessin Diana sowie deren öffentliche und private Folgen. Die Staffel spannt den Bogen von 1991 bis 1997. (film.at)

Wer war das kleine Mädchen, das in Staffel 5 starb?

Es handelte sich um Leonora Knatchbull, die fünfjährige Tochter von Lord und Lady Brabourne, die an Krebs starb. Die Szene in der Serie zeigt die Trauer der Familie und dient als Kontrast zur öffentlichen Trauer um Diana.

Hat Kate jemals Diana getroffen?

Historische Aufzeichnungen zeigen, dass Kate Middleton als Teenager Diana bei einem Wohltätigkeitsessen begegnet sein könnte, aber es gibt keine eindeutigen Belege. Die Serie lässt die Begegnung offen.

Wie viele Folgen hat Staffel 5 von The Crown?

Staffel 5 umfasst zehn Folgen, alle zwischen 50 und 60 Minuten Länge. (film.at)

Wo kann man The Crown Staffel 5 auf Deutsch sehen?

Alle Staffeln von The Crown sind exklusiv bei Netflix verfügbar, in der deutschen Synchronfassung sowie im Original mit Untertiteln.

Welche historischen Ereignisse werden in Staffel 5 dargestellt?

Dargestellt werden unter anderem der Brand von Windsor Castle (1992), die Trennung von Charles und Diana, das Panorama-Interview (1995), die Scheidung (1996) und die Vorgeschichte von Dianas Tod (1997).

Warum gibt es Kritik an der sechsten Staffel?

Kritiker bemängeln, dass die sechste Staffel zu nahe an den realen Ereignissen von 1997 ist und die Darstellung von Dianas Tod pietätlos wirken könnte. Netflix entschied sich, den Unfall nicht zu zeigen. (filmstarts.de)